2026
Dieses Jahr fiel der 8. März auf einen Sonntag. Um am Internationalen Feministischen Kampftag nicht in der leeren Innenstadt zu stehen, haben wir am Freitag und Samstag auf dem Großflecken Rosen und Flyer verteilt, um auf weiterhin und im Zuge des internationalen Rechtsrucks wieder verstärkt auftretende Probleme der Gleichberechtigung aufmerksam zu machen: Frauen und Menschen mit diversen Identitäten müssen endlich gleich viel verdienen wie Cis-Männer, ebenso Menschen mit Migrationsgeschichte. Der Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz muss verbessert werden. Sorgearbeit muss endlich gerecht verteilt werden. Selbstständigen Schwangeren müssen Anspruch auf Mutterschutz haben. Und die Entscheidung gegen eine Schwangerschaft muss frei von Hindernissen und Stigmatisierung möglich sein. Dafür muss § 218 StGB ersatzlos gestrichen werden.
2025
Da hängt es also endlich: Das Schild, das unser Parteibüro nun auch vor Ort als „Linkes Zentrum Anni Wadle“ ausweist. Mit diesem Schritt wollen wir die Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus ehren, die Mitglied der KPD war und mit ihrer Arbeit versuchte, die Pressefreiheit zu bewahren. Dafür wurde sie 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt und anschließend ins KZ verschleppt. Wehret den Anfängen!
Attac! hat eine Bundestagspetition zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer gestartet, die wir selbstverständlich unterstützen, steht diese Steuer doch seit eh und je in unserem Parteiprogramm. Auch die SPD bringt die Vermögenssteuer immer wieder mal (eher halbherzig) ins Spiel, trotzdem wird sie nie ernsthaft erwogen – und das, obwohl es sie bis Mitte der 90er in Deutschland und in zahlreichen anderen Ländern gab und sie seitdem bei uns offiziell nur ausgesetzt ist, weil sie nämlich im Grundgesetz steht und nie endgültig abgeschafft wurde. Die Ungleichheit in der Vermögensverteilung nimmt derweil zunehmend obszöne Ausmaße an, daher ist es dringend geboten, gegenanzusteuern und die Vermögenssteuer wieder auf die Agenda zu bringen!
An drei Terminen sind wir dafür auf dem Großflecken ausgeschwärmt, haben spannende Gespräche geführt und insgesamt 115 Menschen überzeugt, uns ihre Unterschrift zu geben.
In den letzten Monaten haben wir unsere Mitgliederzahl mehr als verdoppelt und freuen uns natürlich extrem über den enormen Zuwachs! Nun liegt es an uns, nach und nach möglichst viele der Neumitglieder in die Parteistrukturen einzuführen und natürlich vor allem in die Aktion zu bringen und einzubinden. Gestern haben wir uns daher mit einigen unserer Neumitglieder zusammengesetzt und versucht, ihnen die Parteiarbeit näherzubringen. Dabei kamen wir auch rege ins Gespräch über die politischen Interessen und persönlichen Stärken unserer neuen Mitglieder: Wir freuen uns, mit euch gemeinsam in Zukunft für eine gerechtere, friedlichere, bessere Welt zu kämpfen!
Wir als Linke waren heute auf dem CSD in Neumünster. Doch immer wieder werden sogenannte Gegendemonstrationen gegen die queere Vielfalt und den Kampf um Gleichberechtigung durchgeführt, die unter dem Deckmantel des angeblichen Kinderschutzes gegen queere Menschen hetzen. Auch in Neumünster hat dieses Jahr Die Heimat (ehemals NPD) eine Gegendemonstration angemeldet. Wir aber lassen uns nicht einschüchtern: Unsere Solidarität ist lauter als ihr Hass! Und so gab es auch gegen die Gegendemonstration eine Gegenkundgebung, bei der wir vor Beginn der eigentlichen Parade präsent waren. Wir stehen ein für eine vielfältige, offene Gesellschaft. Auf den Straßen, in den Parlamenten und im Alltag. Queerfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz!





